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16.03.2021 20:00erstellt von: Ulla Bai


ADFC Fahrradklimatest- Ergebnisse: Wiesbaden sensationell auf Platz 7!

Fahrradklimatest-Keyvisual

Die Ergebnisse der im Herbst 2020 durchgeführten Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit wurden heute veröffentlicht.
Wir sind so stolz: Wiesbaden hat nicht nur die "rote Laterne" abgegeben - wir sind Top-Aufholer unter den Großstädten bis 500.000 Einwohner und auf Platz 7!


Die Ergebnisse für alle Städte bundesweit findet man unter www.fahrradklimatest.de, die Auswertung für Wiesbaden als Anhang.

Hier unsere Pressemitteilung zu den Ergebnissen in voller Länge:

ADFC-Fahrradklimatest 2020 - Wiesbaden auf Platz 7!

Rote Laterne endlich abgegeben

Erfreuliche Nachricht aus Berlin bei der Präsentation der Ergebnisse des Fahrradklimatest: Wiesbaden ist Top-Aufholer und steht auf Platz 7 der Rangliste der 26 Großstädte von 200 - 500.000 Einwohner. “Viermal war Wiesbaden die fahrradunfreundlichste Großstadt in Deutschland - jetzt haben wir die Rote Laterne endlich an Duisburg abgegeben!”, freut sich Günni Kerber, Vorstand und verkehrspolitischer Sprecher des ADFC Wiesbaden/Rheingau-Taunus. “Mit einer etwas verbesserten Platzierung hatten wir gerechnet, nachdem in den letzten beiden Jahren so vieles im Radgrundnetz 2020 umgesetzt worden ist, Platz 7 - und damit im vorderen Drittel - ist für uns eine tolle Überraschung!”

Wiesbaden Top-Aufholer

Die Gesamtnote für Wiesbaden von 3,92 liegt 0,5 Punkte über dem Ergebnis vom letzten Fahrradklimatest. Dies ist eine enorme Verbesserung und macht Wiesbaden zur Top-“Aufholer”-Kommune unter den Großstädten.
“Der forcierte Radwegeausbau im Projekt Radgrundnetz 2020 zeigt Erfolg. Viele Lücken konnten so in den vergangenen Jahren geschlossen werden, u.a. Saarstraße und Sonnenberger Straße.” so Kerber. Dies zeigt sich sehr deutlich in den Bewertungen. So loben über 1.800 Wiesbadener:innen die “Förderung in jüngster Zeit” (+1,6), in weiteren vier Kategorien - Breite der Radwege, Werbung fürs Rad, Erreichbarkeit des Stadtzentrums und zügiges Fahren - konnte Wiesbaden sich um je 0,7 verbessern.
Weiterhin positiv fällt das Urteil für Wiesbaden im Städtevergleich bei den Fragen zur “Öffnung von Einbahnstraßen im Gegenverkehr” (2,0) und zur “Verfügbarkeit Mieträder” (2,3) aus.
Allerdings: In der Bewertungskategorie “Sicherheit” (4,5) schneidet Wiesbaden weiterhin sehr schlecht ab: hier sind die Radfahrer:innen sehr unzufrieden, insbesondere bei den Aspekten “Fahren im Mischverkehr mit KfZ” (4,8), “Konflikte mit Kfz” (4,9) und generell die “Akzeptanz als Verkehrsteilnehmer” (4,6).

Radfahren und Corona

Fünf Sonderfragen der Umfrage standen im Zeichen von Corona. Für viele Teilnehmer ist die Bedeutung des Rades gestiegen (2,7), sie entdeckten neue Rad-Ziele (3,2). Der Stellenwert bei Politikern (3,8) und Medien (3,6) wird durchwachsen bewertet. So fehlte es nach Ansicht der Befragten in Wiesbaden während (der ersten Welle) der Pandemie an klaren Signalen zum Aufsteigen aufs Rad (3,8). Kerber: “Die Pandemie dauert an. Wir als Fahrradlobby fordern die Wiesbadener:innen auf, das Radfahren mal auszuprobieren. Wir freuen uns, dass im Rahmen der Klimaschutzkampagne der Stadt mit der Radplus-App zum Radkilometer-Sammeln angeregt wird und werden dies aktiv begleiten.”

ADFC fordert weiterhin "Mehr Platz fürs Rad"

Schon 2018 wurde Wiesbaden als “Aufholer”-Kommune ausgezeichnet. Mit der zügigen Umsetzung der Maßnahmen aus dem Luftreinhalteplan Wiesbaden zur Vermeidung eines Dieselfahrverbots wurde das sichtbarste Projekt zur Förderung des Radverkehrs, die “Umweltspur 1.Ring”, abgeschlossen. "Möglich wurden die Verbesserungen im Wesentlichen durch den Luftreinhalteplan und nicht durch ein breites, politsches Bekenntnis zu mehr Radverkehr.”, gibt Kerber zu Bedenken. “Wir freuen uns, dass diese Maßnahmen Früchte tragen, aber im Ergebnis steht immer noch “ausreichend”.”
Der ADFC Wiesbaden fordert weiterhin “Mehr Platz fürs Rad”, so z.B. auf der Strecke der geplanten Citybahn (Klarenthaler Straße, Rheinstraße, Bahnhofstraße und Straße der Republik). “Ein Nachlassen der Radverkehrsförderung wurde ein Rückschritt sein und die Erfolge in kürzester Zeit verpuffen lassen.” so Kerber weiter.


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