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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Wiesbaden / Rheingau Taunus e.V.

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ADFC Wiesbaden / Rheingau-Taunus e.V.

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Von: Karoline Deißner am 6. Februar 2026
© ADFC Wiesbaden / Ollo Keßler

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Wiesbaden wählt Verkehrspolitik: Volles Haus und spannendes Format 

Wiesbaden, 06. Februar 2026 – Unter dem Titel „Wiesbaden wählt Verkehrspolitik“ fand am 4. Februar 2026 im Bürgersaal der Hochschule Fresenius ein Parteien-Check zur Kommunalwahl statt. Eingeladen hatten der ADFC Fahrrad-Club Wiesbaden/Rheingau-Taunus gemeinsam mit Wiesbaden neu bewegen e.V., FUSS e.V. und dem VCD. Die Veranstaltung war mit fast 200 Gästen bis auf den letzten Platz gefüllt.

Premiere für Wahl-Arena: unterhaltsam und fair

Der Parteien-Check zur Verkehrspolitik war eine Premiere in Wiesbaden. Statt einer klassischen Podiumsdiskussion setzten die Veranstalter auf ein dynamisches Format, das politische Unterschiede sichtbar machte, ohne die Debatte zu polarisieren. Ein entscheidender Erfolgsfaktor: Ein sichtbarer Timer sorgte dafür, dass der Austausch fair blieb und keine Partei den Abend dominierte.
Die Politiker ließen sich geschlossen auf die ungewohnten Formate ein. So gab es unter anderem ein „Geldsack-Szenario“, bei dem jeder Politiker in 45 Sekunden 100 Millionen Euro für ein einziges Mobilitätsprojekt ausgeben durfte, ein Videoeinspieler „Hotspot Hauptbahnhof“ als Realitäts-Check und Diskussionsgrundlage sowie ein „Mobilogramm“, bei dem sich die Politiker körperlich im Raum zu provokanten Thesen positionierten. Zudem konnte das Publikum am Eingang Fragen an die Politiker notieren, die im Rahmen eines „Wähler:innen-Briefkastens“ aufgegriffen wurden.

Wissenschaftlicher Impuls und starke Besetzung

Der Abend wurde moderiert von Dr. Isabella Buck (ADFC Wiesbaden/Rheingau-Taunus). Auf dem Podium standen: Marc Dahlen (CDU), Silas Gottwald (SPD), Daniel Weber (Volt), Daniel Winter (Die Linke), Martin Kraft (Bündnis 90/Die Grünen) und Christian Diers (FDP).  Zu Beginn gab Prof. Dr.-Ing. André Bruns von der Hochschule RheinMain einen kurzen wissenschaftlichen Impuls und lenkte den Blick auf die Frage, was konstruktive Verkehrspolitik aus fachlicher Sicht ausmacht. 

„Mobilitätssprint“ für fairen Wandel

In seinem Schluss-Plädoyer warb Prof. André Bruns für ein neues „Wiesbadener Modell“ der Verkehrspolitik: „Es ist wichtig, dass die Politik nicht nur über Maßnahmen diskutiert und dann glaubt, sie wüsste ganz genau, für wen diese Maßnahmen gut sind. Stattdessen wäre es wichtig, in Prozesse zu investieren, wo man direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern redet und mit den Unternehmen, die die Mobilität brauchen“, empfahl er den Politikern. „Eine faire Mobilitätspolitik braucht Formate, wo man auch die Interessen der anderen Seite kennenlernen und in gute, nachhaltige Lösungen einbeziehen kann.“
 
Der gesamte Abend wurde von Videografin Yvonne Schulze gefilmt und ist jetzt auf YouTube als Video-Dokumentation verfügbar. Die Fotos stammen von Ollo Keßler.
 
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Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit mehr als 240.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerenden in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.